Große Unterschiede im EU-Schnitt

Pensionsalter bei Männern zwischen 60 und 65 und bei Frauen zwischen 58 Jahren und acht Monaten und 65 Jahren.
©Bild: APA/M.Hirsch
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Das gesetzliche Pensionsantrittsalter für Männer liegt in 15 der 27 EU-Ländern bei 65 Jahren. Nur Frankreich scherte bisher mit 60 deutlich nach unten aus, doch kündigte die Regierung zuletzt eine Anhebung auf 62 Jahre an. Auf der anderen Seite wird in Deutschland schrittweise das Pensionsantrittsalter von 65 auf 67 Jahre zwischen 2012 und 2029 erhöht.

Anhebung bei Frauen schrittweise
Bei den Frauen gibt es bisher bereits in zehn EU-Staaten ein Pensionsantrittsalter von 65 Jahren und damit keinen Unterschied zu den Männern.

In neun weiteren EU-Ländern (darunter auch Österreich) beträgt es noch 60 Jahre. Nur in zwei Ländern liegt es unter 60 Jahren - in Rumänien mit 58 Jahren und acht Monaten sowie in der Slowakei mit 59 Jahren.

In Österreich gilt ein Antrittsalter von 65 Jahren für Männer und 60 Jahren für Frauen. Allerdings gibt es für die Frauen ebenfalls schrittweise eine Anhebung - 2033 sollen sie wie die Männer 65 Jahre als Antrittsalter haben. An eine darüber hinaus gehende Erhöhung des Pensionsantrittsalters denken Österreichs Politiker - zumindest vorläufig - noch nicht.

Tatsächlich früher in Pension
Tatsache ist, dass das gesetzlich geregelte und das tatsächliche Pensionsantrittsalter in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten mehr oder minder deutlich auseinanderklaffen, wobei auch die durchschnittliche Lebenserwartung recht unterschiedlich ist.

Unterschiedliche Lebenserwartung
In Deutschland etwa (gesetzliches Pensionsalter für Männer und Frauen bei 65 Jahren), endet die Berufstätigkeit im Schnitt (Daten von 2008, Männer und Frauen nicht getrennt berücksichtigt, Anm.) mit 61,7 Jahren. Die verbleibende Lebenserwartung (nach dem 65. Lebensjahr) beträgt 18,5 Jahre. In Bulgarien bleiben Pensionisten durchschnittlich nur 14,6 Jahre nach Pensionsantritt, in Rumänien sind es 15, in Ungarn 15,5. Am anderen Ende des Spektrums finden sich mit 19,9 bzw. 18,9 Jahren Frankreich und Schweden.

Die Österreicher gingen 2008 durchschnittlich mit 60,9 Jahren in Pension, wobei die verbleibende Lebenserwartung bei 18,7 Jahren lag.

Nach Daten der Statistik Austria bezogen im Jahr 2000 2.451.695 Personen in Österreich eine Pension oder Renten aus der Sozialversicherung. Im Jahr 2008 waren es bereits über 2.600.000.

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