Der irische Sänger, der später von der Queen geadelt wurde, war über die Hungersnot in Äthiopien erschüttert und organisierte 1985 einen 16-stündigen Konzertmarathon in London und Philadelphia. Mit zusammen 160.000 Zuschauern war Live Aid das bis dahin größte Rock- und Popspektakel der Geschichte.
Benefiz-Welle
Live Aid und das im Studio aufgenommene Single-Pendant Band Aid - beide Projekte wurden von Geldof und Midge Ure organisiert - lösten in den 80ern weltweit eine ganze Welle von Benefiz-Platten und -Konzerten von Popstars aus.
Der Band-Aid-Song "Do They Know It's Christmas", der Weihnachtshit des Jahres 1984, wurde von Sängern wie Kylie Minogue, Tina Turner, Cliff Richard, Chris Rea, Bananarama, Bros, Jason Donovan und Tears for Fears 1989 noch ein zweites Mal aufgenommen, die jüngste Version eroberte im Dezember 2004 die Hitparaden.
USA und Austria für Afrika
In den USA organisierte sich 1985 eine Musikerriege um Harry Belafonte, Lionel Richie, Michael Jackson und Quincy Jones und nahm unter dem Namen USA for Africa "We Are the World" auf. Das Projekt nahm 50 Millionen US-Dollar ein.
Und auch in Österreich reagierte man auf den Erfolg der Projekte. Zahlreiche Austropopper schlossen sich 1985 zu Austria für Afrika zusammen. Ihr Song "Warum?" hielt sich wochenlang in den österreichischen Charts; der Reinerlös der Single ging an Karlheinz Böhms Organisation Menschen für Menschen.
Neuauflage vor dem G-8-Gipfel
Zur Neuauflage bei den Live-8-Konzerten 2005 anlässlich des G-8-Gipfels im schottischen Gleneagles mit Stars wie Madonna und Robbie Williams kamen noch mehr Menschen. Die zehn Konzerte auf vier Erdteilen hatten insgesamt zwei Millionen Besucher.
Zu den Kulissen gehörten das Brandenburger Tor in Berlin und der Hyde Park in London. "Make Poverty History" (Lasst Armut Geschichte werden) lautete das Motto, es ging diesmal nicht um finanzielle, sondern um ideelle Unterstützung der guten Sache.
In dieser Tradition stand auch das Konzert zum G-8-Gipfel im Juni in Heiligendamm. In Rostock forderten Stars wie Herbert Grönemeyer, Bono, Die Toten Hosen und Die Fantastischen Vier "Deine Stimme gegen Armut".
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