Schulschluss nicht nur in Österreich
Allein in Wien, Niederösterreich und Burgenland haben 470.000 Kinder Schulschluss, viele Familien fahren direkt nach der Zeugnisverteilung los.
Auch in Belgien, Dänemark, der Slowakei, Ungarn, Polen, Tschechien und teilweise in den Niederlanden beginnen die Ferien und somit auch die Urlaubsfahrten.
Für Österreichs Autobahnen bedeutet das traditionell absoluten Hochbetrieb. Megastaus an den Nadelöhren scheinen programmiert. Der ARBÖ bietet in seiner Stauprognose Tipps zum Umgang mit dem stockenden bis stehenden Verkehr.
Auch gute Nachrichten
Aber es gibt auch gute Nachrichten: Einige Baustellen, zum Beispiel der Ausbau der Südautobahn (A2) auf der steirischen Seite der Pack, fallen noch vor dem Start des Sommerreiseverkehrs weg.
Auf einigen anderen Baustellen wiederum muss im Sommer durchgearbeitet werden, um rechtzeitig vor Wintereinbruch mit den Sanierungsarbeiten fertig zu sein, wie in der Ö3-Verkehrsprognose nachzulesen ist.
Alle wollen "raus aus Wien"
Auch der ÖAMTC bot rechtzeitig vor dem finalen Schulglockenläuten eine Stauprognose.
Demnach wird die Devise "Schnell raus aus Wien" am Freitag kaum in die Tat umzusetzen sein.
Der Autofahrerclub rechnet am Nachmittag mit Kolonnenbildung auf der Südosttangente, der Westausfahrt, abschnittsweise auf dem Gürtel, der Triester Straße, der Verbindung Grüner Berg - Altmannsdorfer Straße, auf dem Ring und Kai, der Zweierlinie sowie auf den Donaubrücken.
A2 rechtzeitig ausgebaut
Erfreulich wenig tut sich in der heurigen Baustellensaison auf der A2. Rechtzeitig zu Sommerbeginn wurde die Langzeitengstelle auf dem Packsattel voll ausgebaut. Lediglich zwischen Pörtschach-Ost und Pörtschach-West könnten Bauarbeiten für Behinderungen sorgen.
Für A10 "Energie tanken"
Schlimm könnte es weiter westlich werden. Die Tauernautobahn (A10) gilt nämlich als extrem "infarktgefährdet", der ÖAMTC rät vor dem Fahrtantritt, "genügend Energie zu tanken", denn auf der 182 Kilometer langen Strecke von Salzburg bis Villach werden Fahrzeiten von sechs Stunden und mehr als durchaus realistisch eingeschätzt.
Vor dem Nordportal des Tauerntunnels müssen Urlauber bereits in der Nacht auf Samstag mit Blockabfertigung, Staus und längeren Wartezeiten rechnen.
"Tickende Zeitbomben"
"Noch immer gibt es keine zweiten Tunnelröhren für den Katschbergtunnel und den Tauerntunnel. Diese tickenden Zeitbomben werden frühestens 2009 und 2011 entschärft", kritisierte ÖAMTC-Verkehrschef Willy Matzke.
Auch die Großbaustelle Gmünd-Spital konnte nicht völlig aufgelöst werden. "Zwar wurde die zweite Röhre für den Lärmschutztunnel Trebesing fertig, aber die Probleme auf der buckligen Altersbergbrücke hat man nicht in den Griff bekommen."
Deutsches Eck gesperrt
Damit nicht genug, wird just zu Ferienstart das Deutsche Eck gesperrt. Wegen Sanierungsarbeiten im Inntaldreieck bei Rosenheim wird die Autobahn Salzburg - München (A8) von Bad Reichenhall bis Traunstein/Siegsdorf in beiden Richtungen von 30. Juni, 0.00 Uhr, bis 1. Juli, 6.00 Uhr, nicht befahrbar sein.
Der gesamte Verkehr wird über den Anschluss Bad Aibling auf niederrangige Straßen abgeleitet, die mit den Kapazitäten der Autobahn in keiner Weise mithalten können.
Grenzübergänge "stark belastet"
Der ÖAMTC prognostiziert aber auch für einige andere Routen Verkehrsprobleme: so etwa auf der Brennerautobahn (A13) vor der Hauptmautstelle bei Schönberg, auf der Verbindung über den Fernpass (B179), der Murtalschnellstraße (S36) wegen der Engstelle bei Judenburg-Ost sowie der Friesacher Straße (B317) auf Grund einer Baustelle in Rothenthurm bei Judenburg.
Nicht zu vergessen die Grenzwartezeiten - auch die werden rechtzeitig zum Schulschluss kräftig nach oben gehen: Richtung Slowenien werden laut ÖAMTC die Grenzen Spielfeld/Autobahn, Loiblpass und Karawankentunnel "stark belastet" sein.
TV-Hinweis
Die ORF-Sendung "Newton" widmet sich am Samstag in ORF1 dem Thema Stau und Verkehr. Diesen Sommer sollte es leichter werden, dem Stau rechtzeitig auszuweichen. Wie sehr Kameras, Straßensensoren und Wetterkarten helfen, frühzeitig das Verkehrsgeschehen abzuschätzen, zeigt der Beitrag "Nie wieder Stau!" - mehr dazu in tv.ORF.at.
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