US-Vizepräsident nicht verletzt

Cheney-Sprecherin: US-Vizepräsident ist in Sicherheit.
Der Hauptstützpunkt der US-Armee in Afghanistan ist während des Besuchs von US-Vizepräsident Dick Cheney Ziel eines Selbstmordanschlags geworden.

Bei dem Attentat wurden nach Angaben des afghanischen Innenministeriums 18 Menschen getötet, unter ihnen drei ausländische Soldaten. Cheney selbst überstand den Anschlag unverletzt. Der Vizepräsident sei in Sicherheit, es gehe ihm gut, so Sprecherin Lea Anne McBride.

Cheney habe sich zum Zeitpunkt der Explosion zwar auf der Basis aufgehalten, er sei jedoch nicht gefährdet gewesen, erklärte ein US-Militärsprecher.

Autobombe bei Haupteingang
Der Gouverneur des Distrikts Bagram, Kabir Ahmed, sagte, der Anschlag habe sich zwischen dem Haupteingang und dem von US-Soldaten bewachten Eingang ereignet. Der Attentäter habe dort den Sprengstoff in einem Auto zur Explosion gebracht.

Treffen mit Karsai verschoben
Cheney verbrachte die Nacht in der rund 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kabul gelegenen US-Basis, nachdem ein für Montagabend geplantes Treffen mit Afghanistans Staatschef Hamid Karsai wegen schlechten Wetters verschoben werden musste.

In der afghanischen Hauptstadt hatte es am Montag geschneit. Cheney war am Montag aus Pakistan angereist, wo er mit Präsident Perves Muscharraf ein Krisengespräch über Pakistans Kampf gegen den Terrorismus führte.

Gespräche über Frühjahrsoffensive
Cheney wollte während seines Besuchs in Afghanistan mit Karsai unter anderem über die bevorstehende Frühjahrsoffensive der radikalislamischen Taliban sprechen.

Nach einer Ankündigung der Taliban steht die Offensive unmittelbar bevor. Die NATO, die die Internationale Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) führt, will diese vereiteln.

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