Heereschef: Waffen von russischer Armee komplett veraltet

Mit ungewöhnlich klaren Worten hat ein russischer Spitzenmilitär die marode Heeresausrüstung der früheren Weltmacht eingeräumt. Nur zwölf Prozent der verfügbaren Militärtechnik der Landstreitkräfte sei modern genug, um mit dem "angenommenen Gegner" zu konkurrieren. Das sagte Heereschef Alexander Postnikow gestern dem Radiosender Echo Moskwy.

An welchem Feind sich Russland in der Statistik misst, sagte der Generaloberst nicht. Internationale Militärexperten gehen schon seit längerem davon aus, dass die Waffen der russischen Armee fast komplett veraltet sind.

Der Mangel habe sich beim jüngsten Großmanöver im Fernen Osten des Riesenreichs gezeigt, sagte Postnikow. Kreml-Chef Dimitri Medwedew gab im Zuge einer Reform der russischen Armee das Ziel vor, bis 2020 ihren Anteil an modernen Waffen auf 70 Prozent zu erhöhen. Wegen maroder Militärausrüstung kommt es in Russland häufig zu schweren Unfällen mit Toten und Verletzten.