Die Leopold Museum Privatstiftung (LMP) wehrt sich gegen Vorwürfe der Grünen, wonach eine "undichte Stelle" aus dem Umkreis des Museums vorab Ergebnisse der Provenienzforscher zu umstrittenen Kunstwerken in deren Sammlung an das Magazin "News" weitergegeben habe.
"Dass Teile des Dossiers Grünbaum (in der Rohfassung) an die Öffentlichkeit gelangten, liegt nicht im Einflussbereich der LMP", betonte Peter Weinhäupl, Kaufmännischer Direktor des Museums, heute in einer Stellungnahme gegenüber der APA.
Grüne:" Unverzüglich publizieren"
Grünen-Kultursprecher Wolfgang Zinggl hatte in einer Aussendung Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) außerdem dazu aufgefordert, das Dossier der Forscher zur Sammlung Fritz Grünbaum "unverzüglich zu publizieren" und so zu verhindern, dass weitere Informationen publiziert werden.
Weinhäupl kritisierte, dass Zinggl mittlerweile "prinzipiell in jeder Veröffentlichung zum Thema Provenienz eine Verschwörung sieht". Die LMP lasse sich dennoch "nicht von unserer diesbezüglich festgelegten sachlichen Vorgangsweise abbringen".