Die USA haben einen ehemaligen Insassen des Gefangenenlagers Guantanamo zurück in den Jemen geschickt, nachdem ein Gericht seine Freilassung angeordnet hatte. Das teilte das Verteidigungsministerium gestern in Washington mit. Mit der Freilassung von Mohammed Odaini ändere sich aber nichts an dem Anfang des Jahres wegen Sicherheitsbedenken verhängten Rückführungsstopp in den Jemen, hieß es in der Erklärung.
Mit der Rückführung Odainis sei lediglich dem Ende Mai gefällten Urteil eines US-Bezirksgerichts Rechnung getragen worden. US-Präsident Barack Obama hatte den Rückführungsstopp für Jemeniten nach einem Anschlagsversuch auf ein US-Flugzeug zu Weihnachten 2009 verhängt.
Odaini war bei seiner Festnahme 2002 in Pakistan 17 Jahre alt. 2005 hatte eine Arbeitsgruppe des Pentagon seine Freilassung vorgeschlagen. Im Mai urteilte das US-Bezirksgericht, es gebe keine Hinweise auf Verbindungen des jungen Mannes zum Terrornetzwerk Al-Kaida.