Mehrere Polizisten und Demonstranten sind bei den Straßenkämpfen zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland in der Nacht auf heute verletzt worden. In Belfast wurde eine Polizistin von einem Ziegelstein am Kopf getroffen. In der Grafschaft Londonderry zündeten Jugendliche ein Polizeiauto an.
Gewalttätige Ausschreitungen am 12. Juli sind in Nordirland nichts Neues. In jedem Jahr finden sich an diesem Tag Protestanten, die weiterhin zu Großbritannien gehören wollen, zu Gedenkfeiern und Märschen zusammen. Dabei erinnern sie an die Schlacht am Boyne von 1690, in der der protestantische britische König Wilhelm von Oranien ein katholisches Heer zurückschlug. Im Gedenken daran entstanden die nordirischen Oranierorden.