Der frühere Finanzminister Karl-Heinz Grasser klagt die grüne Abgeordnete Gabriela Moser wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung. Das teilte die Kanzlei Gheneff - Rami - Sommer gestern mit. Begründet wurde das mit der Aussage Mosers, Grasser habe "konspirative Gespräche geführt, die eine illegale Einflussnahme auf das BUWOG-Verfahren zum Ziel hatten".
In einer Aussendung forderte Moser, bei den Untersuchungen gegen Grasser in der Causa BUWOG solle nicht nur die Wahl der beratenden Investmentbank, sondern "die von Grasser ausdrücklich gewünschte Gesamtvorgangsweise" untersucht werden. Auch diese lege nämlich den Verdacht auf Untreue nahe.
Durch den Verkauf an ein Konsortium um die Immofinanz sei der Republik damals "bis zu eine Mrd. Euro entgangen", erklärte Moser. Die siegreiche Gruppe hatte damals 961 Mio. Euro für fünf Wohnbaugesellschaften gezahlt. Die unterlegene CA Immo hatte nur 1,3 Mio. Euro weniger geboten.