Israel verlangt Vorgehen gegen libysche Gaza-Flotte

Israel hat die UNO aufgerufen, eine libysche Hilfslieferung für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen zu verhindern.

Wie die Zeitung "Haaretz" (Online-Ausgabe) heute meldete, schrieb die israelische UNO-Botschafterin Gabriela Schalev einen Brief an Generalsekretär Ban Ki Moon, in dem sie ein Einschreiten der internationalen Gemeinschaft forderte. Israel behalte sich das Recht vor, das unter moldawischer Flagge fahrende Schiff an der Verletzung der Blockade des Gazastreifens zu hindern, warnte Schalev.

Al-Gaddafi-Sohn leitet Mission
Eine staatliche libysche Hilfsorganisation hatte zuvor den Transport angekündigt, der noch am Wochenende von Griechenland aus in Richtung Gazastreifen in See stechen sollte. Die Organisation wird von Saif al-Islam, dem Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, geleitet.

Israelische Spezialkräfte hatten Ende Mai in internationalen Gewässern eine Hilfsflotte geentert und dabei acht türkische Palästina-Solidaritätsaktivisten und einen türkisch-amerikanischen Doppelstaatsbürger erschossen.