In der Türkei sind nach Medienbericht zufolge 28 Verdächtige wegen mutmaßlicher Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida festgenommen worden.
Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu gestern meldete, nahmen Anti-Terror-Einheiten der Polizei die Verdächtigen in Istanbul sowie in den Provinzen Gaziantep, Malatya und Antalya fest. Drei der fünf in Gaziantep im Südosten des Landes Festgenommenen sollen mehrere Male nach Afghanistan gereist und dort in Al-Kaida-Ausbildungslagern an Waffen geschult worden sein.
Rekrutierung für Al-Kaida
Die Sicherheitskräfte beschlagnahmten CDs mit Bildmaterial von afghanischen Ausbildungslagern und eine Schusswaffe. Wie Anadolu weiter berichtete, sollen die Verdächtigen extremistische Propaganda verbreitet und versucht haben, Rekruten für Osama Bin Ladens Terrornetzwerk anzuwerben.
Mutmaßliche Al-Kaida-Sympathisanten stehen in der Türkei im Visier der Polizei, seit eine türkische Zelle des Terrornetzwerks für eine Anschlagsserie in Istanbul im November 2003 verantwortlich gemacht wird. Damals waren Bomben vor zwei Synagogen, dem britischen Konsulat und einer britischen Bank explodiert. 63 Menschen starben, Hunderte wurden verletzt. Im Februar 2007 hatte ein Gericht in Istanbul sieben Angeklagte wegen der Anschläge zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.