Für den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa gibt es keinen Weg zurück auf den Bischofsstuhl. Das machte Papst Benedikt XVI. Mixa heute im Vatikan in einer Privataudienz endgültig klar. Wie der Vatikan mitteilte, gestand Mixa in der Audienz erneut Fehler und Irrtümer ein.
Der 69-Jährige werde sich jetzt "zu einer Zeit des Schweigens, der Sammlung und des Gebets zurückziehen". Nach einer Periode der Heilung und Versöhnung soll Mixa "wie andere emeritierte Bischöfe für Aufgaben der Seelsorge im Einvernehmen mit seinem Nachfolger zur Verfügung stehen". Der Papst rief nachdrücklich zu dieser Versöhnung auf, nachdem der Fall viel Unruhe weit über das Bistum hinaus in der Kirche ausgelöst hatte.
Mixa hatte vor der Audienz erklärt, er wolle der Einladung des Papstes zu einem Treffen in Rom nachkommen, dabei seinen Rücktritt und dessen Umstände jedoch nicht mehr infrage stellen. "Der Heilige Vater hat mir in einem sehr liebevollen Brief geschrieben, dass ich nach meinem Rücktritt von meinem Bischofsamt in Augsburg immer Bischof bleibe", hatte der 69-Jährige am 23. Juni in einem offenen Brief an die Gläubigen auf der Website des Augsburger Bistums mitgeteilt.