Vier Tote nach Schießerei im Kosovo

Im Osten des Kosovo sind nach Angaben der örtlichen Polizei heute Früh bei einer Schießerei vier Menschen getötet worden. Die Motive für die Tat, die sich auf dem Verkehrsweg zwischen Vitina und Klokot ereignete, sind vorerst unbekannt. Möglicherweise steht die Tat in Zusammenhang mit Waffenschmuggel zwischen dem Kosovo und Mazedonien.

Während die kosovarische Polizei die Anzahl der Opfer mit mazedonischer Staatsbürgerschaft mit zwei bezifferte, sprach die mazedonische Innenministerin Gordana Jankulovska in Skopje von drei. Unter Berufung auf inoffizielle Quellen meldete die Presseagentur Makfax, dass gegen einen der Getöteten, einen Kosovaren, in Mazedonien im Mai ein Haftbefehl ausgestellt wurde.

Polizei spürte Waffendepots auf
Die mazedonische Polizei hatte im April in der Grenzregion zum Kosovo mehrere Waffendepots entdeckt und deren Bestände beschlagnahmt. Jankulovska sprach daraufhin von "Terroristengruppen". Die Medien vermuten, dass die Waffen aus dem Kosovo geschmuggelt worden sein könnten.

Rund 17 Prozent der Bevölkerung Mazedoniens sind Albaner. Die separatistischen Unruhen des Jahres 2001 führten drei Jahre später zum Rahmenabkommen von Ohrid, mit dem der albanischsprachigen Bevölkerung mehr Einfluss auf Politik und Institutionen eingeräumt werden sollte. Die Umsetzung des Abkommens ist nach wie vor umstritten.