SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ beschließen heute im Nationalrat das neue Glücksspielgesetz. Die Novelle bringt einige Erleichterungen für die Betreiber des Automatenglücksspiels: So wird der maximal zulässige Einsatz von 50 Cent auf zehn Euro verzwanzigfacht. Im Gegenzug sollen die Automaten mit den Finanzbehörden vernetzt werden.
Der grüne Vizeklubchef Werner Kogler sprach im Vorfeld von einem "Gangstergesetz zugunsten der Automatenmafia, wo die Politik Schmiere steht". Damit werde das Suchtrisiko erhöht, mit entsprechenden Folgewirkungen auf die Beschaffungskriminalität der Spielsüchtigen, kritisierte Kogler bei einer Pressekonferenz.
Kogler stößt sich insbesondere am erhöhten Einsatz. Schon in der Vergangenheit war insbesondere dem Glücksspielkonzern Novomatic vorgeworfen worden, die maximal zulässige Grenze von 50 Cent pro Spiel zu überschreiten. Nun wird das Limit auf zehn Euro angehoben. Damit würden "ganze Familien in kurzer Zeit ruiniert", kritisiert Kogler. Er warnt vor entsprechend steigender "Beschaffungskriminalität" durch Spielsüchtige ähnlich wie bei Drogenabhängigen.