Serbien nimmt weitere Hürde für EU-Beitritt

Auf dem Weg zu einem EU-Beitritt hat Serbien eine weitere Hürde genommen. Die Außenminister der Union machten gestern in Luxemburg den Weg für das Inkrafttreten eines Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) mit Belgrad frei, das als Vorstufe zu einer späteren Mitgliedschaft gilt.

Nun können die Parlamente der 27 Mitgliedsstaaten das Abkommen ratifizieren. Das bereits vor zwei Jahren unterzeichnete Stabilisierungsabkommen lag auf Eis, da die Niederlande eine vorherige Auslieferung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic an das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag forderten.

UNO-Chefankläger Serge Brammertz berichtete den Außenministern nach Diplomatenangaben nun von Fortschritten. Die Regierung in Belgrad tut demnach alles, um Mladic festzunehmen. Der frühere Militärchef der bosnischen Serben soll für den Tod Tausender Menschen während der Balkan-Kriege in den 90er Jahren verantwortlich sein.