Libyen: Freigelassener Schweizer wieder zu Hause

Der fast zwei Jahre lang in Libyen festgehaltene Schweizer Geschäftsmann Max Göldi ist in seine Heimat zurückgekehrt. Er traf in der Nacht auf heute in Begleitung der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey auf dem Flughafen Zürich ein und wurde dort von seiner Familie in Empfang genommen.

Calmy-Rey hatte gestern in der libyschen Hauptstadt Tripolis ein Abkommen zur Beilegung des diplomatischen Konflikts zwischen beiden Ländern unterzeichnet. Mit der Heimkehr Göldis beginne ein Normalisierungsprozess, sagte die Ministerin anschließend.

Göldi, ein 54-jähriger Projektleiter des Schweizer Industriekonzerns ABB, war im Februar in Libyen wegen Verletzung der Einreisebestimmungen zu vier Monaten Haft verurteilt worden. Er war seit fast zwei Jahren dort festgehalten worden - wenige Tage nachdem ein Sohn von Machthaber Muammar al-Gaddafi in Genf wegen der Misshandlung von Hausangestellten vorübergehend festgenommen worden war. Einen Zusammenhang zwischen beiden Vorgängen bestritten die libyschen Behörden stets.