Schweizer Geschäftsmann durfte Libyen verlassen

Nach rund 700-tägigem Zwangsaufenthalt hat der Schweizer Geschäftsmann Max Göldi gestern Abend Libyen in einem Flugzeug verlassen. Das bestätigte sein Anwalt Salah Zahaf dem Schweizer Fernsehen.

Göldi war am vergangenen Donnerstag aus fast viermonatiger Haft entlassen worden. Er war das letzte Opfer im Nervenkrieg zwischen Libyen und der Schweiz, der vor zwei Jahren mit der Verhaftung des Sohnes von Revolutionsführer Muammar Al Gaddafi, Hannibal, in Genf begonnen hatte. Der Gaddafi-Sohn und seine Frau sollen Hotelangestellte misshandelt haben, was sie bestritten.

Gestern hatte die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey in Tripolis ein Abkommen mit Libyen unterzeichnet, das unter anderem eine Untersuchung des Falles vorsieht. Außerdem war auch Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi nach Libyen geflogen. Dort wurde er von Al Gaddafi in dessen Zelt empfangen, berichteten italienische Medien.