Ölpest: Obama kündigt Rede an die Nation an

US-Präsident Barack Obama wird sich wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko morgen Abend (Ortszeit) in einer Rede an die Nation wenden. Das kündigte Präsidentenberater David Axelrod gestern in der NBC-Sendung "Meet the Press" an. Die Rede erfolgt den Angaben zufolge nach der Rückkehr Obamas von seinem vierten Besuch in der Katastrophenregion an der US-Golfküste, der für morgen und Dienstag geplant ist. Der Präsident werde dabei Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Ölpest bekanntgeben.

Obama fordert Treuhandfonds von BP
Obama wird von der Spitze des britischen Mineralölkonzerns BP voraussichtlich die Einrichtung eines milliardenschweren Treuhandfonds zur Begleichung von Schadensersatzforderungen am Golf von Mexiko verlangen. "Wir wollen sichergehen, dass genügend Geld hinterlegt wird, um für legitime Forderungen aufzukommen", kündigte Axelrod an. "Und wir wollen sicherstellen, dass dieses Geld unabhängig verwaltet wird, so dass es keine Verzögerungen gibt", sagte er.

Axelrod machte erneut deutlich, dass BP allein für den durch die Ölpest entstandenen Schaden aufkommen müsse: "Sie sind dafür verantwortlich, wir wollen dafür sorgen, dass sie dafür auch geradestehen."

Neues Ultimatum
Die USA sind mit dem Krisenmanagement von BP alles andere als zufrieden. Nun stellte Washington dem Ölkonzern ein weiteres Ultimatum. Binnen 48 Stunden müssen neue Konzepte her. Alle bisherigen Maßnahmen im Kampf gegen die Ölpest vor der US-Küste seien "nicht ausreichend", hieß es in einem offiziellen Schreiben.

Die Umweltkatastrophe hatte wegen heftiger Attacken, die Obama gegen die britische BP ritt, zuletzt auch für Differenzen mit London gesorgt. Am Samstag waren Obama und Großbritanniens Premier David Cameron in einem Telefonat um Schadensbegrenzung bemüht.

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