Putin: Russland liefert keine Raketen an den Iran

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zugesichert, weiterhin keine S-300-Raketen an den Iran zu liefern. Das sagte Putin nach Angaben eines französischen Regierungsvertreters gestern bei seinem Besuch in Paris.

Die Entscheidung sei getroffen worden, obwohl die Iraner damit "sehr unglücklich" seien und Strafen wegen Vertragsbruch verhängen würden. Vertraute des russischen Präsidenten Dimitri Medwedew hatten bereits angedeutet, dass der Vertrag bald eingefroren werde.

"Extrem mutige Maßnahme"
Sarkozy lobte den Angaben zufolge die Entscheidung Russlands. Das sei eine "extrem mutige Maßnahme, die Russland viel kosten wird". Moskau hatte den Vertrag mit Teheran über die Lieferung des Luftabwehrraketensystems bereits vor Jahren geschlossen, aber nie umgesetzt.

Die USA hatten eingeräumt, dass der Vertrag nicht ausdrücklich unter die jüngsten Sanktionen falle, die der UNO-Sicherheitsrat am Mittwoch im Atomstreit gegen den Iran verhängt hatte. Auch Washington lobte Moskau daher für sein Verhalten.