EU-Erweiterung: Slowenien droht Kroaten mit neuem Veto

Kroatien droht wegen einer weiteren offenen Frage mit Slowenien erneut die Blockade seiner EU-Beitrittsverhandlungen. Nachdem die Lösung des seit fast 20 Jahre andauernden Grenzstreits einem internationalen Schiedsgericht überlassen wurde, dürfte nun ein ebenso langer Streit über die bankrotte staatliche slowenische Ljubljanska banka (LB) den Weg Kroatiens in die EU behindern.

Der Sprecher des slowenischen Außenamts, Milan Balazic, warnte in diesem Zusammenhang vor einem neuen slowenischen Veto bei den kroatischen Beitrittsgesprächen.

"Die Frage der Forderungen der LB gegenüber kroatischen Unternehmen und kroatischer Sparer gegenüber der LB muss bis zum Ende der Beitrittsgespräche gelöst werden. Nur so wird Slowenien der Schließung des Kapitels Wettbewerb zustimmen können", sagte Balazic gegenüber der Wirtschaftszeitung "Finance". Slowenien hatte wegen des Grenzstreits die kroatischen EU-Verhandlungen bereits von Dezember 2008 bis Oktober 2009 aufgehalten.