Aus Protest gegen den Sparkurs der sozialistischen Regierung sind Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes Spaniens heute in den Streik getreten. Nach Angaben der Regierung wurde der 24-stündige Ausstand bis zum Vormittag lediglich von rund 16 Prozent der Staatsbediensteten befolgt. "Es herrscht Normalität", sagte die für die öffentliche Verwaltung zuständige Staatssekretärin Consuelo Rumi.
Die beiden großen Gewerkschaften CCOO und UGT sprachen dagegen von einer Beteiligung zwischen 70 und 80 Prozent, vor allem bei der Stadtreinigung, der Müllabfuhr und der Post. Um Engpässe zu vermeiden, hatte die Regierung in allen Bereichen Mindestdienste verfügt, die eingehalten werden müssen.
Die Staatsbahn RENFE, der öffentliche Nahverkehr vieler größerer Städte und die Polizei streiken nicht. Der Flugbetrieb laufe bisher normal, hieß es.