Nach dem Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte ist die israelische Polizei in Alarmbereitschaft versetzt worden. Der Zugang zum Vorplatz der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt wurde eingeschränkt, um am Rande des muslimischen Freitagsgebets mögliche Proteste zu verhindern, wie Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte.
Ermittlungen gegen Soldaten
Türkische Ermittler sammeln unterdessen Beweise für Strafverfahren gegen die Verantwortlichen des israelischen Angriffs auf die mit Hilfsgütern für Gaza beladene Schiffsflotte. Die Staatsanwalt in Ankara habe Aussagen von verletzten Aktivisten angefordert, berichteten türkische Medien heute. Außerdem gebe es medizinische Untersuchungen, die Hinweise auf große Brutalität ergeben hätten.
Die türkischen Ermittler gehen dem Verdacht auf Entführung, Totschlag und Freiheitsberaubung nach. Bei dem israelischen Einsatz gegen die "Gaza-Solidaritätsflotte" waren acht Türken und ein US-Bürger türkischer Herkunft getötet worden.
Kein Rückhalt mehr für Gaza-Blockade
Nach dem tödlichen Zwischenfall bei der Erstürmung des Gaza-"Hilfskonvois" gibt es kaum noch Rückhalt für Israels Blockade des Gazastreifens. Die Taktik, das Regime der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen damit zu brechen, scheint nicht mehr haltbar. UNO-Chef Ban Ki Moon forderte in harschen Worten ein Ende der Blockade. Noch bedeutsamer ist wohl, dass sich Israel nunmehr auch von den USA in dieser Frage keine Unterstützung mehr erwarten kann.
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