Zweieinhalb Wochen nach dem verheerenden Hochwasser droht in Polen wieder eine Flutwelle. Neue Regenfälle ließen die Pegel der Weichsel südlich von Warschau schnell ansteigen, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP heute.
Besonders angespannt ist die Lage in Wilkow, wo die Flut vor zwei Wochen die Dämme auf einer Länge von 400 Metern eingerissen hat. Es bestehe die Gefahr, dass das Gebiet erneut überflutet werde, sagte ein Feuerwehrsprecher. Auch Sandomierz bereitet sich auf die neue Flutwelle vor. Große Teile der Stadt am Rechtsufer der Weichsel stehen immer noch unter Wasser.
Hochwasser auch in Ungarn
Die anhaltenden Regenfälle verursachten auch im Norden und Osten Ungarns erneut Überschwemmungen. In der nordungarischen Stadt Paszto mussten mehr als 2.000 Menschen vor den Fluten des Flusses Zagyva in Sicherheit gebracht werden, berichteten ungarische Medien.
Schwere Schäden in der Slowakei
Unwetter mit Überschwemmungen richteten auch in der Slowakei schwere Schäden an. Hunderte Menschen mussten aus ihren Häusern im Süden und Osten des Landes in Sicherheit gebracht werden. Innenminister Robert Kalinak versprach gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASR, dass die Polizei die jetzt evakuierten Häuser überwache, damit niemand Plünderungen befürchten müsse.