Obama: Keine Steuererleichterungen mehr für Ölkonzerne

US-Präsident Barack Obama hat ein Ende der Steuererleichterungen für Ölkonzerne gefordert. Die Milliarden Dollar sollten für die Forschung zu "grünen" Energien verwendet werden, sagte Obama gestern in Pittsburgh.

Die gigantische Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zeige, dass die USA auf umweltfreundliche Energien umschwenken und auf Erdgas sowie Atomkraft setzen müssten.

Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen gefährde nicht nur die Umwelt und die amerikanische Wirtschaft, sondern auch die nationale Sicherheit, erklärte der Präsident. Ohne eine erhebliche Änderung der Energiepolitik würden die USA weiterhin Geld für Kraftstoff im Ausland ausgeben.

Neue Schwierigkeiten im Golf von Mexiko
Der jüngste Versuch zur Eindämmung des Ölflusses im Golf von Mexiko stieß unterdessen auf neuerliche technische Probleme. Eine über ferngesteuerte Roboter betriebene Säge, die unter Wasser die leckende Steigleitung absägen sollte, sei in dem Rohr stecken geblieben, sagte US-Admiral Thad Allen vor Journalisten in Belle Chass.

Der Einsatz werde aber fortgesetzt, möglicherweise müsse eine zweite Säge zu dem auf dem Meeresboden befindlichen Bohrloch herabgelassen werden.

Ziel des neuen Einsatzes war es, das Austreten des Öls zumindest einzudämmen. Ferngesteuerte Roboter sollen unter Wasser die Steigleitung absägen und eine Art Trichter über dem Bohrloch anbringen. Das Öl soll dann abgepumpt werden.

Öl vor Küsten Floridas
Die Behörden von Florida bereiteten sich derweil auf eine bevorstehende Ölverschmutzung der Küsten vor. Etwa zehn Kilometer vor der Nordostküste des US-Bundesstaats sei Öl gesichtet worden, das wahrscheinlich aus dem defekten Bohrloch stamme, teilten die Behörden mit. Es sei damit zu rechnen, dass es binnen drei Tagen an Land gespült werde.

Die Strände im Nordosten Floridas sind als Urlaubsziel beliebt und haben eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für den Staat. Im Bundesstaat Louisiana hat das Öl bereits etwa 200 Kilometer Küste verschmutzt. Auch in den Bundesstaaten Mississippi und Alabama wurde bereits Öl an der Küste angespült.