Rumänien: Staatsbedienstete streiken gegen Sparprogramm

Aus Protest gegen geplante Lohnkürzungen sind in Rumänien Zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Diensts in Streik getreten. An dem Ausstand beteiligten sich heute Lehrer sowie Mitarbeiter von Krankenhäusern, Behörden und Gefängnissen. Die Gewerkschaften hatten zuvor angekündigt, dass 700.000 Staatsbedienstete die Arbeit niederlegen würden. Diese Zahl wurde aber laut ersten Berichten nicht erreicht.

Der Protest richtete sich gegen eine Entscheidung der Regierung, die Gehälter im öffentlichen Dienst um ein Viertel zu kürzen. Arbeitsminister Mihai Seitan erklärte, die Sparmaßnahmen seien erforderlich, um das Budget zu konsolidieren.

Die bürgerliche Regierung von Ministerpräsident Emil Boc will den Lohnetat für Staatsbedienstete um 25 Prozent reduzieren und die Pensionen sowie Sozialhilfen um 15 Prozent kürzen. Damit soll das Budgetdefizit unter 6,8 Prozent gehalten werden, wie es der Internationale Währungsfonds (IWF) verlangt.