EZB-Chef Trichet für Haushaltsunion

EZB-Chef Jean-Claude Trichet fordert als Konsequenz aus der derzeitigen Krise radikale Veränderungen in der Euro-Zone. "Wir sind eine Währungsunion. Wir brauchen jetzt das Äquivalent einer Haushaltsunion - in Bezug auf die Kontrolle und Überwachung der öffentlichen Finanzpolitiken", sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) der französischen Tageszeitung "Le Monde" (Dienstag-Ausgabe).

Die Aufsicht über die Budgetpolitik, die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit und die Strukturreformen müsse fundamental verbessert werden.

Mit seinem Plädoyer für eine Haushaltsunion stützt Trichet die Forderungen seinen Landsmannes Nicolas Sarkozy. Der französische Präsident fordert schon seit langem eine "echte Wirtschaftsregierung" für die Euro-Zone.