Heute wird der Frauenbericht 2010 von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) präsentiert - der erste seit 15 Jahren. Auf rund 550 Seiten enthält der Bericht umfangreiche Informationen über die Lebenssituation von Frauen in Österreich.
Es zeigt sich demnach, dass es in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen Fortschritte gegeben hat - allerdings herrscht auch noch großer Nachholbedarf: So werden etwa zwei Drittel der Kinderbetreuung und Hausarbeit nach wie vor von Frauen erledigt, der Anteil von Frauen in den Führungsetagen der großen Wirtschaftsunternehmen liegt immer noch unter zehn Prozent.
Erstmals Angaben zu Migrantinnen
Der Frauenbericht 2010 enthält statistische Daten zu Demografie, Bildung und Erwerbstätigkeit, thematisiert werden aber auch - laut Angaben des Ministeriums erstmals - Frauen im ländlichen Raum und Migrantinnen. Die Daten zeigen, dass Frauen heutzutage so gut ausgebildet sind wie nie zuvor und die Männer teilweise in der Bildung sogar überholt haben. Auch die Erwerbstätigkeit ist gestiegen, sieben von zehn Frauen sind mittlerweile berufstätig. Allerdings arbeiten über 40 Prozent von ihnen in Teilzeit.
Einkommensschere gewachsen
Die Einkommensschere ist in den vergangenen Jahren größer geworden, Frauen verdienen für die gleiche Arbeit bis zu 18 Prozent weniger als Männer. Aus dem Bericht geht außerdem hervor, dass sich die Kinderbetreuungssituation zwar verbessert hat, es aber immer noch Verbesserungsbedarf vor allem bei den unter Dreijährigen gibt.