Obama setzt bei Sicherheitsstrategie auf Kooperation

US-Präsident Barack Obama setzt bei seiner Nationalen Sicherheitsstrategie in klarer Abkehr von Vorgänger George W. Bush auf internationale Zusammenarbeit. Statt Alleingängen der USA strebe seine Regierung "den Aufbau neuer Partnerschaften mit aufstrebenden Einflusszentren an", heißt es laut "Washington Post" in der überarbeiteten Strategie, die heute veröffentlicht werden soll. Internationale Organisationen sollen zudem stärker als bisher in der Lage sein, auf "Herausforderungen unserer Zeit" zu reagieren.

Das Dokument benutzt den Angaben zufolge eine sehr weite Definition von Nationaler Sicherheit. Als Elemente von Stärke und Einfluss der USA werden dabei auch beispielsweise eine nachhaltige Wirtschaftserholung sowie die Förderung von Bildung, Wissenschaft, Technologie und sauberen Energien verstanden.

Der Bericht zur Nationalen Sicherheitsstrategie ist der erste der Obama-Regierung. Seit 1986 sind US-Präsidenten zwar gesetzlich verpflichtet, jährlich dem Kongress solch ein Dokument vorzulegen. Die meisten Regierungen folgen dem aber nur sporadisch. So wurden unter George W. Bush nur zwei Berichte erarbeitet, 2002 und 2006.