Flughafen Wien: Scharfe AUA-Kritik an Management

AUA-Chef Peter Malanik kritisiert massiv die beiden Flughafen-Wien-Vorstände Herbert Kaufmann und Ernest Gabmann. "Wir haben keine handlungsfähigen Gesprächspartner. Die Diskussionen im Vorstand machen es extrem schwierig, vernünftige Gespräche zu führen", wird Malanik im "Kurier" (Samstag-Ausgabe) zitiert. Außerdem habe sich die Qualität des Flughafens stark verschlechtert. So seien die Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen "katastrophal lang".

Skeptisch ist Malanik auch, was die Fertigstellung des Skandalbauwerkes Skylink auf dem Flughafen betrifft. Er glaubt nicht, dass der ohnehin schon nach hinten geschobene Termin gehalten werden kann.

Malanik sieht eine Pattstellung der beiden Vorstände - Kaufmann wird der SPÖ, Gabmann der ÖVP zugerechnet. "Keiner bewegt sich, keiner will einen Fehler machen. Der größte Fehler ist aber, dass sich nichts bewegt", so Malanik zur Zeitung. Der Flughafen müsse entscheiden, ob er weiter ein Drehkreuz sein wolle.

"Nicht nachvollziehbar"
Vom Flughafen Wien wurde gegenüber ORF.at die Kritik als "nicht nachvollziehbar" zurückgewiesen. Der Flughafen Wien habe demnach gemeinsam mit AUA eine Vereinbarung geschlossen, in der die Zusammenarbeit auch in Bezug auf Tarife und Qualität geregelt ist und die bis Ende 2012 gültig ist.

Zudem stehe man mit der AUA laufend in Kontakt und das Management des Flughafens sei "für jedes Gespräch" bereit. Es müsse der AUA aber auch klar sein, dass sich der Flughafen an Wettbewerbsregeln halten müsse und daher alle Fluglinien gleich behandle.