Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat bei seinem Besuch in Griechenland zu einer neuen Ära der Zusammenarbeit aufgerufen. "Das ist der Beginn besserer Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei", sagte Erdogan heute in Athen.
Beide Länder unterzeichneten ein Abkommen über die Rückführung illegaler Einwanderer in ihr Heimatland, eine bisher zwischen den Ländern höchst strittige Frage.
Der griechische Präsident Carolos Papoulias, mit dem sich Erdogan in Athen traf, sagte, er erhoffe sich von dessen zweitägigem Besuch "gute Ergebnisse", die die Kooperation beider Länder verbessern würden. Bereits vor seinem Abflug nach Athen sprach Erdogan von der "historischen Bedeutung" des Besuchs. In der griechischen Hauptstadt traf er neben Papoulias auch den griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou und Oppositionsführer Antonis Samaras.
Mit zehn Ministern angereist
Erdogan wurde von zehn Ministern begleitet. Rund 1.500 Polizisten wurden zur Sicherheit am Regierungssitz in Athen stationiert. Beide Länder wollten während des Besuchs 21 Abkommen unterzeichnen, darunter vor allem wirtschaftliche Vereinbarungen.
Es ist der erste offizielle Besuch Erdogans in Athen seit 2004. Die beiden Länder liegen seit Jahrzehnten wegen ungeklärter Gebietsansprüche in der Ägäis und Zypern miteinander im Streit.