Rumänien kürzt Beamtengehälter und Pensionen

Rumänien stehen ab Juni die härtesten Sparmaßnahmen in der demokratischen Geschichte des Landes bevor. Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu stellte gestern das geplante Sparpaket vor.

Die Einsparungsmaßnahmen sind vorerst bis zum Jahresende vorgesehen. Alle Beamtengehälter sollen um 25 Prozent, alle Pensionen und Arbeitslosengelder um 15 Prozent gekürzt werden.

"Wenn wir nicht akzeptieren, dass es uns jetzt schlecht geht, wird es uns später sehr schlecht gehen", warnte Basescu. Weil für eine parlamentarische Debatte keine Zeit bleibe, werde die Regierung voraussichtlich für das geplante Sparpaket die Verantwortung übernehmen.

Staatsausgaben verdoppelt
Die mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und der EU vergangene Woche vereinbarten Sparmaßnahmen seien laut Basescu unerlässlich, um das bestehende Krisendarlehen in Höhe von 20 Milliarden Euro weiterführen zu können sowie für die Aufnahme eines neuen Kredits ab 2011.

Damit solle ein ähnliches Schicksal wie das Griechenlands vermieden werden. Laut Basescu haben sich die Ausgaben für den Staatsapparat in den vergangenen fünf Jahren auf über zehn Milliarden Euro mehr als verdoppelt.