Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) will international Druck machen, damit seine Forderungen wie die Einführung einer EU-Rating-Agentur, die Etablierung einer Finanztransaktionssteuer und das Verbot von Leerverkäufen tatsächlich umgesetzt werden.
Dazu werde er auch diverse europäische Termine wahrnehmen, etwa demnächst einer Einladung der SPD-Fraktion im deutschen Bundestag folgen. Dass das Euro-Hilfspaket nicht an die Einführung einer Finanztransaktionssteuer gekoppelt wurde, verteidigte der Kanzler bei einer Pressekonferenz nach dem SPÖ-Präsidium.
Der SPÖ-Chef verwies darauf, dass es hier noch Widerstand Großbritanniens und auch Deutschlands gebe, nachdem sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Koalitionspartner FDP nicht durchsetzen habe können. Hätte man es also mit einer Koppelung dieser Themen versucht, hätte es wohl nichts gebracht, da auch die andere Seite Junktimierungen kenne. Er glaube nicht, dass Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) hier etwas falsch gemacht habe.