Bei den Präsidentenwahlen auf den Philippinen sind heute zwei Stunden nach Eröffnung der Wahllokale erste Probleme mit den neuen Wahlmaschinen aufgetaucht. Ein Scanner, der die Wahlzettel in Tarlac City rund 75 Kilometer südlich von Manila einlesen sollte, streikte. Mehrere hundert Menschen mussten in der Sommerhitze ausharren. Unter den Wartenden war auch der Favorit für das Präsidentenamt, Benigno "Noynoy" Aquino.
"Wir haben große Sorge, dass dies zu einer Entmündigung der Wähler in großem Stil führen könnte", sagte er Reportern. "Wenn die Menschen jetzt ihre Stimme nicht abgeben können, haben wir ein großes Problem." Die voll automatisierte Wahl war bei vielen Skeptikern auf Kritik gestoßen. Sie fürchteten Chaos durch Stromausfälle und Funklöcher bei der Übermittlung der Daten. Insgesamt sind Wahlmaschinen in mehr als 70 000 Wahllokalen aufgestellt.