Am Vortag der Wahlen sind auf den Philippinen fünf Menschen erschossen worden. Auf der zentralen Insel Panay töteten Polizisten nach Behördenangaben heute drei Männer, die mit zwei Kleinlastern auf einen für den Urnengang errichteten Kontrollpunkt zugerast waren.
Drei weitere Angreifer seien verletzt worden. In der Region hätten zudem mutmaßliche kommunistische Guerillakämpfer fünf Wahlautomaten in Brand gesetzt. Auf der südphilippinischen Insel Mindanao gingen nach Angaben der Armee die Wachleute zweier rivalisierender Bürgermeisterkandidaten aufeinander los. Dabei seien zwei Bodyguards erschossen worden.
Rund 50 Millionen Wahlberechtigte stimmen morgen über den neuen Präsidenten und seinen Stellvertreter sowie über ein neues Parlament für den südostasiatischen Inselstaat ab. Zeitgleich werden Provinz- und Kommunalwahlen abgehalten. Im Rennen um das Präsidentenamt gilt Benigno Aquino, der Sohn der verstorbenen früheren Staatschefin Corazon Aquino, als Favorit. Der monatelange Wahlkampf war von Gewalt überschattet worden. Rund 100 Menschen kamen im Vorfeld der Abstimmung bereits ums Leben.