Fünf Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft hat die Polizei in Südafrika offenbar Anschläge von Rechtsextremisten auf schwarze Townships vereitelt. Wie Polizeiminister Nathi Mthethwa gestern vor Journalisten sagte, wurden bei mehreren Razzien Waffen, Munition und weiteres Material beschlagnahmt. In Pretoria seien Verdächtige festgenommen worden, die geplant hätten, Sprengsätze in den von Schwarzen bewohnten Townships zu zünden.
Die Razzien wurden nach der Ermordung des Rechtsextremisten Eugene Terreblanche im vergangenen Monat angeordnet. Terreblanche soll von zwei schwarzen Angestellten erschlagen worden sein.
Er war Anführer der 1973 von ihm gegründeten Afrikaner Weerstandsbeweging (AWB), die Anfang der 90er Jahre militant gegen die Aussöhnung von Schwarzen und Weißen in Südafrika vorging. Der Mord hatte in Südafrika Befürchtungen vor einem erneuten Aufbrechen des Rassenhasses geschürt.