US-Nahost-Gesandter Mitchell mit neuer Vermittlungsmission

Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, George Mitchell, beginnt heute seine neue Mission, die indirekte Gespräche ("Proximity-Talks") zwischen Israelis und Palästinensern unter seiner Vermittlung zum Ziel hat.

Er soll zunächst in Jerusalem mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammenkommen, für Freitag ist in Ramallah ein Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas vorgesehen. Die Wiederaufnahme der Ende 2008 abgebrochenen direkten Verhandlungen lehnen die Palästinenser ab, solange die israelische Regierung am Siedlungsbau in den besetzten Gebieten festhält.

Die Brandschatzung einer Moschee im Westjordanland erschwert Mitchells Mission. Abbas beschuldigte die israelische Regierung, die Bemühungen um eine Wiederbelebung des Friedensprozesses zu gefährden. Die israelische Armee schütze die extremistischen Siedler, die das islamische Bethaus bei Nablus angezündet und Olivenhaine durch Feuer zerstört hätten.