Nur wenige Tage vor Beginn indirekter Friedensgespräche mit den Palästinensern sucht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Unterstützung Ägyptens.
Netanjahu flog heute zu Gesprächen mit dem ägyptischen Staatschef Hosni Mubarak in den Badeort Scharm al-Scheich am Roten Meer. Netanjahu will nach Angaben des israelischen Rundfunks nicht nur über den Friedensprozess, sondern auch über den Waffenschmuggel von der ägyptischen Sinai-Halbinsel in den Gazastreifen sprechen.
Beginn am Mittwoch?
Die indirekten Friedensgespräche mit Hilfe des US-Vermittlers George Mitchell sollen nach israelischen Medienberichten bereits am Mittwoch beginnen. Der israelische Regierungssprecher Mark Regew wollte das heute jedoch nicht bestätigen.
Die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche waren Ende 2008 abgebrochen worden. Grund dafür waren die bevorstehenden Wahlen in Israel sowie der Beginn des Gaza-Krieges im Dezember 2008. Der Streit über die israelische Siedlungspolitik sowie Vorbedingungen der Palästinenser hatten eine Wiederaufnahme der Verhandlungen unmöglich gemacht.