Kuba genehmigt wieder Protestmarsch der "Frauen in Weiß"

Kuba hat Angehörigen von inhaftierten Regierungsgegnern nach drei Wochen wieder ihre regelmäßigen Demonstrationen erlaubt. Für die "Frauen in Weiß" hatte sich vor der Entscheidung gestern Kardinal Jaime Ortega eingesetzt.

Die Frauen und Mütter waren bis zu dem Verbot am 11. April sieben Jahre lang jeden Sonntag ungehindert zusammengekommen. Sie würden ihre Proteste nicht ausweiten, so Ortega.

Eine der "Frauen in Weiß" sagte, die Behörden hätten ihnen die Proteste zunächst für den Monat Mai erlaubt. Das sei "ein kleiner Sieg", sagte Laura Pollan. Wirklich zufrieden seien die Frauen aber erst, wenn ihre Angehörigen freigelassen würden. Die Häftlinge gehören zu insgesamt 75 Aktivisten der Opposition, die 2003 verhaftet wurden.