Urteilsverkündung im Mumbai-Prozess

Knapp eineinhalb Jahre nach der blutigen Terrorserie im indischen Mumbai soll heute das Urteil gegen den einzigen überlebenden Angreifer verkündet werden.

Dem Pakistaner Ajmal Amir Kasab wird vorgeworfen, im November 2008 zusammen mit weiteren Kämpfern der radikalislamischen Terrorgruppe Lashkar-e Taiba Geiseln genommen sowie Luxushotels und andere Gebäude in der Finanzmetropole angegriffen und besetzt gehalten zu haben.

Insgesamt waren bei der Terrorattacke 175 Menschen ums Leben gekommen, darunter 26 Ausländer und neun der Extremisten. Die indische Staatsanwaltschaft hat die Todesstrafe für Kasab beantragt. Das Strafverfahren war im April 2009 unter massiven Sicherheitsvorkehrungen in Mumbai eröffnet worden. Insgesamt wurden mehr als 650 Zeugen vernommen. Kasab hatte im vergangenen Juli zunächst seine Tatbeteiligung eingeräumt. Später sagte er, sein Geständnis sei durch Folter erzwungen worden.