Merkel befürwortet griechisches Sparpgrogramm

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel befürwortet das mit Griechenland ausgehandelte Sparprogramm. Sie werde sich für dessen Verabschiedung einsetzen, kündigte Merkel heute in Bonn an. Das griechische Sparprogramm sei sehr anspruchsvoll und nachhaltig.

Seine Umsetzung werde vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission verfolgt werden. Sollte das Treffen der Finanzminister heute Nachmittag in Brüssel erfolgreich verlaufen, werde sich die deutsche Regierung noch morgen mit dem entsprechenden Gesetz befassen.

Felderer optimistisch
Der Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), Bernhard Felderer, sagte heute in der ORF-"Pressestunde" zur Griechenland-Krise: "Wir sind optimistisch, dass der IWF zusammen mit den Europäern Griechenland dazu bringt, dass alle Schulden zurückgezahlt werden, aber garantieren kann das heute niemand".

Zum derzeitigen Zeitpunkt könne niemand seriös sagen, ob den Kreditgebern Geld verloren gehe oder nicht. Seiner Meinung nach werde Griechenland die Rückzahlung nur über eine Umschuldung schaffen, dabei müsse aber noch kein Geld verloren gehen. "Am Ende des Tages könnte auch ein Schuldenerlass passieren", das könne man aber erst nach zwei oder drei Jahren wissen.

Felderer plädierte auch für mehr Sanktionen gegen Verschuldung. Frühere Korrektive seien nötig, die durch den Stabilitätspakt vorgesehenen hätten nicht funktioniert. "Der Stabilitätspakt hat keine Zähne gehabt."