Nach der Demonstration zum "Revolutionären 1. Mai" in Berlin-Kreuzberg ist es gestern Abend zu Ausschreitungen gekommen. Nach der friedlichen Demonstration linker Gruppen warfen Randalierer in der deutschen Hauptstadt mit Steinen und Flaschen auf Beamte, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Auch Feuerwerkskörper wurden demnach gezündet. Die Ausschreitungen seien aber "nicht so dramatisch" wie um diese Tageszeit im Vorjahr, sagte der Sprecher.
Knapp 10.000 Teilnehmer
An der Demonstration, die auch durch den Bezirk Neukölln führte, beteiligten sich laut Polizei knapp 10.000 Menschen. Anders als im Vorjahr führte die Demonstration zum "Revolutionären 1. Mai" nicht durch das Kreuzberger "Myfest", an dem sich ebenfalls Tausende beteiligten. Damit sollte sich die Lage in diesem Jahr etwas entspannen.
Zu Mittag hatten rund 10.000 Menschen im Stadtteil Prenzlauer Berg gegen einen dortigen Aufmarsch von Rechtsextremen demonstriert. Durch Sitzblockaden wurde erreicht, dass sich der Marsch verzögerte und schließlich vorzeitig abgebrochen wurde.