Israel und die Palästinenser werden nach den Worten von US-Außenministerin Hillary Clinton bereits kommende Woche mit neuen indirekten Friedensgesprächen beginnen. US-Nahost-Vermittler George Mitchell werde dazu in die Region reisen, sagte sie in Washington. Die seit 16 Monaten unterbrochenen Gespräche seien "für den angestrebten Fortschritt mit Blick auf eine Zwei-Staaten-Lösung absolut entscheidend".
Das Nahost-Komitee der Arabischen Liga beriet heute darüber, ob die Palästinenserführung indirekte Verhandlungen mit der israelischen Regierung führen soll. Der katarische Regierungschef Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani sagte nach Gesprächen in Kairo, dass die Liga weiterhin Friedensgespräche befürworte. Nach einem Kontakt zu US-Vermittler Mitchell gebe es "positive Anzeichen".
Liga-Generalsekretär Amre Mussa sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem katarischen Premier und dem palästinensischen Chefvermittler Saeb Erekat, die Konsultationen über eine Aufnahme von Friedensgesprächen würden weitergeführt. Erekat sagte dazu, Israel müsse sich vor einer Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen "Siedlungen oder dem Frieden" entschieden. "Sie können nicht beides haben oder sich für beides entscheiden."