Pröll schließt "Griechenland-Steuer" aus

Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) schließt aus, dass es aufgrund der zu erwartenden Mehrbelastungen zu einer "Griechenland-Steuer" kommen könnte. "Das schließe ich aus. Definitiv!", so Pröll gegenüber dem "Kurier" (Samstag-Ausgabe).

Zerfällt die Euro-Zone, könnten die Kosten laut Finanzminister zu Exporteinbußen von bis zu 40 Mrd. Euro führen, warb Pröll einmal mehr um Verständnis für die Hilfe für Griechenland. Das Risiko, das die Republik für die "vermurksten" Geschäfte der Hypo Alpe Adria unter einem BZÖ-Landeshauptmann zu schultern habe, sei zudem mindestens so hoch wie das Griechenland-Risiko.

Eine Zahlungsunfähigkeit oder Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone käme viel teurer als die jetzige Unterstützung, so Pröll außerdem: "Wird Griechenland zahlungsunfähig, würde das Österreich mindestens fünf Milliarden Euro kosten; zerfällt die Euro-Zone, könnten die Kosten zu Exporteinbußen von bis zu 40 Milliarden für unser Land führen", so Pröll. Kredite und strenge Auflagen seien daher der einzige Weg.