Barack Obama hat als erster US-Präsident den in den USA einflussreichen TV-Prediger Billy Graham zu einem Gespräch und einem gemeinsamen Gebet in seinem Privathaus aufgesucht. Obama besuchte den populären Baptistenprediger gestern in Asheville im Bundesstaat North Carolina.
Der Präsident reihte sich damit unter die zwölf Amtsvorgänger seit Harry Truman 1950 ein, die ebenfalls die Nähe Pastor Grahams gesucht hatten; Obama ist jedoch der erste, der Graham zu Hause traf. Er hatte mit dem inzwischen 91-Jährigen bereits während seiner Wahlkampagne zusammenkommen wollen, damals hatte Graham jedoch keine Zeit für ihn. Obama sei "außerordentlich dankbar", dass dies nun möglich geworden sei, sagte sein Sprecher Bill Burton.
"Bedeutender geistlicher Führer"
Graham sei ein "bedeutender geistlicher Führer" für die vorangegangenen Präsidenten und das amerikanische Volk gewesen, würdigte Burton die Rolle des evangelikalen Predigers. Graham erwiderte das Lob in einer Erklärung, in der er sich "erfreut" über den Besuch des amtierenden US-Präsidenten zeigte.
1950 gründete Graham die Billy Graham Evangelistic Association (BGEA) und verbreitete mit Hilfe der Medien seine religiöse Botschaft in den USA und über deren Grenzen hinaus. Auch im Internet fischt die BGEA nach Gläubigen.