Die illegalen Drogenlabors arbeiten weltweit im Akkord, Chemiker entwickeln mehr "neue" Suchtgifte denn je: Das geht aus dem gestern veröffentlichten Jahresbericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) und von Europol über derartige gemeldete Substanzen hervor.
2009 wurde der EBDD und Europol über das EU-Frühwarnsystem für neue psychoaktive Stoffe ein Rekord von 24 neuen psychoaktiven Substanzen gemeldet. Das ist die höchste Zahl, die jemals in einem Jahr registriert wurde.
Ein Charakteristikum: Alle neuen Verbindungen waren synthetischer Art, darunter zwei Stoffe mit medizinischen Eigenschaften. Als wesentliche neue Entwicklung im Jahr 2009 wurde das Auftauchen von "Spice"-Zubereitungen (rauchbare Kräuterprodukte, die mit synthetischen Cannabinoiden versetzt sind) registriert.