Die griechische Regierung taktiere, sagte Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) heute im Ö1-Morgenjournal-Interview. Die Griechenland-Hilfe könnte jederzeit anlaufen. Was fehle, sei die formelle Anforderung der Finanzmittel durch Griechenland. Dass das bisher noch nicht geschehen ist, führt Pröll darauf zurück, dass Griechenland auf gewisse Vorgaben nicht eingehen wolle.
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Beamte streiken wegen Sparpgrogramms
Die Streikwelle wegen der drastischen Sparmaßnahmen in Griechenland wurde heute im ganzen Land fortgesetzt. Die meisten Staatsbediensteten blieben nach Medienberichten zu Hause. An einigen Schulen fiel der Unterricht aus.
Am zweiten Tag in Folge war auch der Fährverkehr betroffen. Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandelten nur Notfälle. Der öffentliche Nahverkehr und der Flugbetrieb waren diesmal nicht betroffen. Die Streikenden protestieren gegen Lohnkürzungen und Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou.
In Athen gingen unterdessen die Gespräche von Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Union und der Europäischen Zentralbank (EZB) mit der griechischen Regierung über das kombinierte EU-IWF-Hilfspaket in Höhe von insgesamt 45 Milliarden Euro weiter. Am Ende sollen die Details der Finanzspritze an die Griechen genau definiert werden.