Die Betrugsvorwürfe gegen die US-Investmentbank Goldman Sachs beflügeln laut amerikanischen Medienberichten die Debatte über die geplante Finanzreform von Präsident Barack Obama. Immer mehr führende Republikaner unterstützten das Gesetzesvorhaben, berichtete die "Washington Post" heute.
So äußerte der Chef der Konservativen im Senat, Mitch McConnell, er sei "erfreut zu hören, dass die parteiübergreifenden Gespräche ernsthaft fortgeführt wurden". Bisher hatte die Opposition die geplante Finanzreform heftig abgelehnt.
Senat am Zug
Umfassende Regulierungen der Wall Street und mehr Verbraucherschutz sollen nach Willen der US-Regierung helfen, einen Kollaps des Finanzmarkts wie im Jahr 2008 zu verhindern. Das Gesetz passierte vergangenes Jahr das Repräsentantenhaus. Nun wollte sich ein Senatsausschuss damit befassen, bevor dann die Debatte in der Kongresskammer beginnen soll.
Die US-Börsenaufsicht SEC hatte der Wall-Street-Bank Goldman Sachs am Freitag vorgeworfen, Anleger mit einem Finanzprodukt getäuscht und um mehr als eine Milliarde Dollar gebracht zu haben.