Ahmadinedschad: Obama soll Iran anerkennen

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat US-Präsident Barack Obama aufgefordert, die Beziehungen der USA zum Iran auszubauen. "Beide Seiten werden von einer Anerkennung des Iran (durch Obama) profitieren", sagte Ahmadinedschad gestern im staatlichen Fernsehen. Sein Land sei nicht auf Konfrontation aus.

"Eine Verbesserung der Beziehungen ist auch die einzige Chance für Obama, an der Macht zu bleiben", sagte Ahmadinedschad und spielte damit auf eine mögliche Kooperation seiner Regierung bei der Lösung der Konflikte im Nachbarland Irak und in Afghanistan an. Er habe einen Brief an Obama vorbereitet, dessen Inhalt in Kürze öffentlich gemacht werde.

"Irans Rechte sind unangreifbar"
Zur Forderung Washingtons, den Iran mittels schärferer Sanktionen des Weltsicherheitsrats zum Einlenken im Atomstreit zu bewegen, sagte Ahmadinedschad: "Irans Rechte und der in Atomfragen eingeschlagene Weg sind unangreifbar und unumkehrbar." Da könnten die USA noch so viel Druck ausüben.

"Aber ich glaube, dass das Tamtam um die Atomfrage den USA ohnehin nur als Entschuldigung dient, den Iran zu schwächen und den Nahen Osten unter die eigene Herrschaft zu bringen", sagte der iranische Präsident.