Griechenland-Krise: EZB will mehr Zugriff auf nationale Daten

Während die Vertreter der Euro-Zone, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) an den Details zu dem am Sonntag vereinbarten Notfallplan für Griechenland arbeiten, wird der Ruf lauter, Krisen dieses Ausmaßes zu verhindern. Griechenland hatte jahrelang geschönte Defizitzahlen nach Brüssel gemeldet. Die EZB fordert nun, dass die EU-Statistikbehörde Eurostat mehr Rechte für den Zugriff auf nationale Daten erhält. Auch Finanzministerien und Rechnungshöfe sollen demnach offener mit ihren Informationen umgehen.

Mehr dazu in Feinarbeit am Notfallplan

Österreichs Banken verborgten knapp fünf Mrd.
Die österreichischen Banken müssen der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) derzeit verstärkt die Entwicklung ihrer Griechenland-Forderungen melden. OeNB-Direktor Andreas Ittner bezifferte heute das aktuelle Exposure der österreichischen Banken in Griechenland mit "knapp fünf Milliarden Euro".

Die knapp fünf Mrd. Euro betreffen Schulden (Staats- sowie Banken- und sonstiges Risiko) der Griechen ausschließlich bei den Banken in Österreich. In der Summe nicht erfasst sind Obligi von Versicherungen und Fonds.