Serbien: Festnahmen wegen Kriegsverbrechen im Kosovo

Drei Angehörige einer ehemaligen serbischen Milizeinheit sind wegen eines der schwersten Kriegsverbrechen im Kosovo festgenommen worden. Wie die Belgrader Tageszeitung "Danas" heute berichtete, erfolgte die Festnahme der Personen im zentralserbischen Kragujevac.

Erst gestern hatte die schwedische Polizei einen wegen Kriegsverbrechen im Kosovo gesuchten bosnischen Serben verhaftet. Der Mann Anfang 30 werde in Zusammenhang mit der Tötung von 41 Zivilpersonen in Cuska und Dutzenden weiteren in umliegenden Dörfern 1999 gesucht, sagte der stellvertretende serbische Staatsanwalt für Kriegsverbrechen, Bruno Vekaric.

Die serbische Polizei hatte Mitte März bereits neun ehemalige Angehörige der Milizeinheit "Schakale", darunter ihren früheren Kommandanten Toplica Miladinovic, festgenommen. Insgesamt wurden Ermittlungen gegen 26 Personen eingeleitet, denen die Teilnahme an der Ermordung von 41 Albanern in dem westkosovarischen Dorf Cuska im Mai 1999 zur Last gelegt wird. Unter den Opfern befanden sich auch der Vater und ein Bruder des damaligen Befehlshabers der albanischen Befreiungsarmee des Kosovo (UCK), Agim Ceku.